Schwefelemissionen lassen sich nicht über innermotorische Maßnahmen reduzieren. Mit der Faustregel „Schwefel rein – Schwefel raus“ bringen die Ingenieure die Tatsache auf den Punkt, dass der Schwefelanteil im Kraftstoff auch demjenigen des Abgases entspricht. Abhilfe können daher nur der Einsatz schwefelarmer Treibstoffe oder Nachbehandlungssysteme wie Abgaswäscher leisten.
Ein Hauptmerkmal unserer Zwei- und Viertaktdieselmotoren ist ihre Kraftstoffflexibilität. MAN Diesel & Turbo-Motoren sind zwar in der Regel auf Schwerölbetrieb optimiert, lassen sich aber problemlos auf Kraftstoffe mit geringerem Schwefelgehalt, wie zum Beispiel auf Marinedieselöl, Gasöl oder Biodiesel umstellen. Auch die nahezu schwefelfreie Ressource Erdgas eignet sich – beispielsweise für unsere Dual-Fuel-Motoren – als Kraftstoff. An Bord von Schiffen könnten zukünftig die für die Stromerzeugung nötigen Hilfsmotoren und die Antriebsmotoren mit Erdgas betrieben werden. Damit würde nicht nur der SOx-Abteil im Abgas fast auf Null gesenkt, auch die NOx-, Partikel- und CO2-Emissionen könnten beträchtlich gesenkt werden.