Sowohl unsere Zweitakt- als auch unsere Viertakt-Großdieselmotoren können problemlos auf den Betrieb mit erneuerbaren Brennstoffen umgerüstet werden – beispielsweise auf den Betrieb mit Raps- oder Palmöl. Vorteil: Die Verbrennung dieser Produkte führt, abgesehen von Aufbereitung des Kraftstoffs und Kraftstofftransport, der Atmosphäre lediglich soviel CO2 zu, wie die Pflanzen im Laufe ihres Wachstums der Atmosphäre entnommen haben. Mit anderen Worten: Sie sind nahezu CO2-neutral.
Im österreichischen Fritzens nahe Hall in Tirol zeigt MAN Diesel & Turbo seit 2004, wie fossile Energieträger mithilfe von erneuerbaren Brennstoffen eingespart werden können. Erfindergeist, Innovation, Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und staatliche Unterstützung machten es möglich. MAN Diesel & Turbo lieferte für eine Heizkraftanlage der örtlichen Müllbeseitigungs- und Kläranlage einen 1130 Kilowatt starken Großdiesel-Generator, der mit altem Speiseöl betrieben wird – und damit einem Abfallprodukt, das täglich in großen Mengen anfällt und meist ungenutzt im Müll landet. Mit der Nutzung dieses Energieträgers schlägt der Betreiber zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Entsorgung von altem Speisefett bei gleichzeitiger Erzeugung von nahezu CO2-freier Energie. Anwohner und Gastronomie-Unternehmen in der Region sammeln ihr Speisefett in wiederverschließbaren Plastikbehältern verschiedener Größen. So kommen jährlich rund 1800 Tonnen alter Öle und Fette zusammen. Genug, um mit Hilfe der Anlage von MAN Diesel & Turbo ca. 3500 Haushalte mit Elektrizität zu versorgen.
Doch damit nicht genug: Auch die bei der Verbrennung anfallende Abwärme verpufft nicht ungenutzt. Sie wird genutzt, um das Gebäude zu heizen und den Klärschlamm zu trocknen. Dieser wird im Anschluss granuliert oder pelletiert und in einem nahe gelegenen Zementwerk verheizt - so werden erneut Tonnen an fossilen Brennstoffen eingespart.